Städtepartnerschaften leben – Europa beginnt mit Begegnungen

Städtepartnerschaften sind weit mehr als offizielle Vereinbarungen zwischen Kommunen. Sie leben von den Menschen, die sich begegnen, Freundschaften schließen und über Grenzen hinweg voneinander lernen. Gerade in einer Zeit, in der Europa vor großen Herausforderungen steht, sind persönliche Begegnungen wichtiger denn je.
Bückeburg pflegt seit 1966 eine Städtepartnerschaft mit Sablé-sur-Sarthe in Frankreich und seit 1974 mit der damaligen Gemeinde Nieuwerkerk aan den IJssel, die heute zur Gemeinde Zuidplas in den Niederlanden gehört. Diese Partnerschaften haben über Jahrzehnte zahlreiche Freundschaften entstehen lassen und werden bis heute von Vereinen, Schulen, der Freiwilligen Feuerwehr, kulturellen Einrichtungen und vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen.
Auch die Beziehungen zur portugiesischen Festungsstadt Elvas haben sich in den vergangenen Jahren durch gemeinsame historische Veranstaltungen und den regelmäßigen Austausch, insbesondere rund um die Darstellung der Geschichte des Infanterieregiments Graf Wilhelm, spürbar intensiviert. Gegenseitige Besuche sowie gemeinsame Veranstaltungen zeigen, wie europäische Freundschaft über kulturelle und historische Gemeinsamkeiten wachsen kann. Diese Kontakte bieten eine gute Grundlage, den Austausch künftig weiter auszubauen.
Ich möchte alle diese internationalen Verbindungen aktiv begleiten und unterstützen. Städtepartnerschaften dürfen sich nicht auf Jubiläumsfeiern oder offizielle Empfänge beschränken. Sie müssen im Alltag gelebt werden – durch Begegnungen zwischen Vereinen, Schulen, Musikgruppen, Feuerwehren, Sportvereinen sowie Kinder- und Jugendgruppen.
Dazu gehören für mich:

  • die Förderung von Jugend- und Schüleraustauschen,
  • die Unterstützung gemeinsamer Projekte von Vereinen und Institutionen,
  • regelmäßige gegenseitige Besuche und Bürgerbegegnungen,
  • gemeinsame Kultur-, Musik- und Sportveranstaltungen,
  • der Austausch zu kommunalen Zukunftsthemen sowie
  • die Stärkung der touristischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Gerade der persönliche Austausch schafft Verständnis, Vertrauen und Freundschaften, die weit über Ländergrenzen hinausreichen.

Als Bürgermeister werde ich unsere Städtepartnerschaften aktiv pflegen, bestehende Kontakte stärken und neue Begegnungen fördern. Europa beginnt nicht in Brüssel – Europa beginnt in unseren Städten, Vereinen und bei den Menschen, die einander offen begegnen.


 
 
 
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