Jahrelang nichts passiert?

Die Gespräche mit den Schülervertretungen und die Fragen an die Kids in der Bückeburger Innenstadt zeigen deutlich, die Generation X fühlt sich im Stich gelassen. 

Die endlose "Adolfinum Diskussion" um für die sogenannte "MUFU" einen geeigneten Platz zu finden und die Verweigerungstaktik der großen Parteien, sich mit den Vorschlägen alternativer Standorte zu befassen, hat Zeit gekostet. Und damit nicht genug. Auch bei der Dirtanlage in Bückeburg werden zwar die Planungen auf den Weg gebracht, jedoch wird wieder ein Jahr verschenkt, bis die Jugendlichen in den Genuss einer Nutzung kommen. Begründung: Im Haushalt fehlen die notwendigen Mittel von 50.000 Euro und müssten als Darlehn aufgenommen werden. Für eine Brunnenbohrung in Evesen zauberte man 100.000 Euro aus dem Hut. Und, was ist mit den 150.000 Euro aus 2020 passiert? Aus den 150.000 Euro wurden 8.500 Euro, die für die Standortsuche einer Freizeitanlage angewandt werden sollten. Die Gelder wandern zum Glück in die Planung der Dirtanlage. Nach einem Jahr Corona Lockdown wird also der sehnlichste Wunsch, sich wieder so schnell wie möglich im Freien mit seinem Bike bewegen zu können, ins nächste Jahr verschoben.

Kinder und Jugendliche brauchen Bewegungsräume

Unser Stadtjugendpfleger benötigt endlich die notwendigen finanziellen Mittel, um die dringend benötigten dezentralen Freizeitanlagen für unsere Kinder und Jugendlichen zu schaffen. Die Fitnessgeräte, die als Zwischenlösung geplant sind, helfen nur den Jugendlichen, die jüngsten Heranwachsenden gehen wieder leer aus. Ob die finanzielle Situation der Stadt Bückeburg in den nächsten Jahren den Topf vom Jugendpfleger füllen werden, gilt abzuwarten. Der Klimaschutz und die energetische Sanierung von den städtischen Einrichtungen sind noch nicht im Haushalt berücksichtigt.

Schülervertretungen stärker einbinden - Jugendpartizipation leben

Dabei ist es so einfach. Warum binden wir die Schülervertretungen der Oberschule und des Gymnasiums nicht stärker in die Ratsarbeit mit ein? Mein Ziel ist es einen ständigen Schulstadtrat zu bilden, der kommunalen Vertreter beratend zur Seite steht.  Der Vorteil von gewählten Räten, ist die langfristige und verbindliche Arbeit. In Zuidplas wird es schon lange umgesetzt.

Die aktive Jugendbefragung in Meinsen-Warber hat gezeigt, was unsere Jugendlichen wollen und die Themen mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angehen. Wir als ehrenamtliche kommunale Vertreter sollten gehalten sein, die Ideen aufzugreifen und umzusetzen. Um die erarbeiteten Ziele zu erreichen, sollte eine Mindestsumme von 70.000 - 120.000 Euro im Haushalt für Maßnahmen festgeschrieben werden. Hierfür werde ich mich als Bürgermeister stark machen.

 
 
 
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